Das Menschenvolk der Sûn (gesprochen: Szuhn) ist mit das älteste auf Quresion. Man geht davon aus, dass sie aus den gleichen Ahnen wie die Tash'Kai hervorgingen. Die Sûn haben sich im Westen und Südwesten Kaèr's, sowie im Osten von Kastesk niedergelassen. Wenn auch einige Ähnlichkeiten zu den Tash'Kai bestehen, so hatten die Sûn wesentlich schwierigere Voraussetzungen in ihrer Entwicklung. Das härtere Klima und die bösartigeren Kreaturen von Kastesk, auf das sie anfangs übersiedelten und später wohl wieder zurück nach Kaèr drängten, brachten eine weiter entwickelte Kultur hervor, als die der Tash'Kai, die teilweise von den Sûn versklavt wurden.

Sûn sind disziplinierte Krieger und Magier und exerzieren ihren gewählten Pfad mit einer der Elfain ähnelnden Pedanterie. Sie sind sehr stark an ihre komplizierten Traditionen und sozialen Klassen gebunden. In diesen sozialen Klassen aufzusteigen ist nahezu unmöglich.

Ehre und Disziplin sind zwei Stützpfeiler der Kultur der Sûn. Ein Mensch ohne Ehre ist ein Mensch ohne Klan und somit ohne Namen. Ein Mensch ohne Klan, ist namenlos und hat wiederum keine Ehre. Disziplin wird in der Kultur der Sûn sehr groß geschrieben, ebenso wie das Bestreben nicht das Gesicht zu verlieren und somit seine ehre und die seines Klans zu beschmutzen. Somit reagieren Sûn niemals emotional, wenn es die Tradition nicht zulässt. Kriege zwischen einzelnen Klans oder Häuser sind nur möglich, wenn die Ehre verletzt wurde.

Die Siedlungen der Sûn bestehen meistens aus unbefestigten Dörfern mit einem befestigen Stadtkern. Den sozialen Stand kann man davon ablesen, wie weit das Haus des jeweiligen Sûn vom Kern und somit vom Haus des Klanherrn entfernt ist. Das Oberhaupt des stärksten Hauses ist gleichzeitig das Oberhaupt des Klans. Das Oberhaupt des stärksten Klans ist wiederum erster Anwärter auf den Thron des Kaisers, sollte dieser Kinderlos sterben, bzw. kann diesem seine Tochter zur Frau anbieten.

Die Menschen des Volkes der Sûn werden zwischen 60 und 100 Jahre alt. Viele Männer sterben aber früher, im bestreben einen ehrenvollen Tod im Kampf und für ihren Klan zu sterben. Die durchschnittliche Größe eines Sûn liegt zwischen 1,70 und 1,80. Frauen sind geringfügig kleiner.

Die Hautfarbe eines/r Sûn ist olivfarben (Männer) oder porzellanfarben (Frauen). Für gewöhnlich haben sie rabenschwarzes, glattes Haar, selten einen Rot- oder Blaustich, die Augen sind meistens Schwarz- bis Braunfarben, in seltenen Fällen mit Grünstich.

Das Volk der Soma

Die Soma sind ein auf dem Kontinenten Kaèr lebendes Volk der Sûn und sind hauptsächlich in ihrer Heimat, dem Kaiserreich Imusoma vorzufinden. Einige Vertreter - generell in diplomatischer oder wirtschaftlicher Funktion - sind in den anliegenden benachbarten Ländern vor zu finden.

Generell sind die Soma sehr typische Sûn, die besonderen Wert auf Expansion und Anhäufung von Schätzen und Ansehen bedacht sind. Wenn es sich vermeiden lässt, wählen sie einen anderen Weg als den Krieg - allein auch deshalb,w eil sie oftmals innerhalb des Landes mit Vereindungen verschiedener Adelshäuser zu kämpfen haben.

Ihr Ehrgefühl ist ihre größte Stärke und Schwäche zugleich. Zusätzlich sind sie extrem traditionsbewusst und schicksalsgläubig. Ausländerfeindlichkeit ist bei den Bauern stark verbreitet.

Soma sind angesehene Schwertkämpfer und waffenlose Kämpfer, besitzen aber auch außerordentliche Kenntnisse über Alchemie und Schwarzpulver.

Ein Soma, der in seiner Heimat geächtet ist, sich aber nicht selbst umbringt, um die Ehre seiner Familie rein zu waschen - vielleicht, weil seine Familie ausgelöscht ist oder sie selbst es war, die ihn ausstieß, vermag sehr wohl Anerkennung in anderen Ländern zu finden.